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Teil 20

amichel01
17. Aug.
3 Min. Lesezeit

Willkommen im Kuscheluniversum


Audio cover
Teil 20, Willkommen im KuscheluniversumAngela Michel-Stark

Seit Tagen trainierten wir jetzt zusammen.

„Das macht wirklich viel mehr Spaß!", hatte Björni gestern schon gesagt.

Ich war noch sehr skeptisch, denn mein Muskelkater wurde immer mehr, statt weniger.

Spaß sieht irgendwie anders aus.

„Aua, uuuuuuh, Aua!", stöhnte ich bei jeder kleinen Bewegung.

Die anderen versuchten nicht zu lachen aber es gelang ihnen nicht so besonders gut.

Am schlimmsten war aber dieses voluminöse graue Etwas. Jedes Mal gab es schnaubende, lachende und spöttische Kommentare von sich, wenn ich als letzter an ihm vorbei kam.


An der Spitze des Trupps waren immer Tom und Mobilière-Bär.

Dahinter direkt Snake, der schlängelte vielleicht schnell und versuchte immer die beiden zu überholen. Danach war meistens Björni. Mein Bruder ist ja sooooo viel fitter als ich.

Dann watschelte Papa-Bär hinterher und die Kleinen (die haben ja auch nicht so lange Beine). Hedwig flog immer um alle herum. Ja, ihr lest und hört richtig! Auch Hedwig war dabei.


Tja, und dann komme ich als einsames Schlusslicht und kassiere neuerdings immer diese dummen Kommentare von diesem unverschämten Vieh.



Heute hechelte ich also wieder durch die Gegend und hielt meinen Platz als Letzter.

Da kam schon der nächste Spruch: „Eih Dickerchen, das geht aber auch schneller. Sonst wird das nie was! Schon aus der Puste?"

Und ein dröhnendes Gelächter und Geschnaube folgte.

Das war heute einfach zu viel des Guten. Demotiviert ließ ich mich vor dem grauen Ding auf den Rücken fallen und sagte nach frischer Luft ringend:

„Puuh, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr und ich werde es wohl nie schaffen."!


„Genau!", lachte das graue Viech.


„Abby", kam ein Ruf von Poldi. So zornig hatte ich ihn noch nie gesehen. Ich dachte nur kurz „Wer oder Was ist Abby?". Dann schlief ich schon auf dem Boden ein, alle Viere von mir gestreckt. Ich träumte ich wäre leicht wie eine Gazelle und würde mit meinen kleinen Tatzen nur so herumspringen. Hah ist das schön!!!!


Der erholsame Schlaf fand schnell ein Ende. Etwas Weiches stupste mich laufend von der Seite an und rief leicht hektisch „Hallo, Halloooo? Alles klar bei dir?"


Als ich die Augen öffnete, war das erste was ich sah ein Riesenmaul mit Zähnen. Oh nein, ich traute meinen Augen nicht. Es war wieder dieses grauenvolle graue Ding. Es schaute mich leicht zerknirscht an und fragte kleinlaut: „Bist du jetzt wegen mir umgekippt?"



Da ich noch immer ganz schön in meinem "Sportlerstolz" gekränkt war, ließ ich das graue Ding erst mal in dem Glauben und seufzte theatralisch auf:


„Haaaach, ich habe mich wohl beim Training verausgabt und deine Worte haben mir den Rest gegeben."


„Oh, jaaa!" Ich sah das graue Ding schon wieder grinsen. Es wollte nichts sagen und doch rutschte ihm heraus: „Oh jaaa, so verausgabt. Wieviel Zentimeter waren es nochmal bis zum Zusammenbruch?"


Und Zack, das schlechte Gewissen war scheinbar schon wieder weg bei dem grauen, dicken Ding. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich auch keinen Deut besser war. Ich sprach es zwar nicht aus (jetzt jedenfalls noch nicht) Aber ich dachte auch nicht gerade nett über das Viech. Ääh, ich meine graues Ding. Ups, ach was weiß ich was es ist. Also fragte ich : „Wer bist du überhaupt, dass du hier so über mich ablästerst? Hast du mal in den Spiegel gesehen? Ich bewege mich wenigstens etwas, dich habe ich bisher nur blöd Rumsülzen gehört!"


„Ich bin Abby", kam es schnippisch zurück. „Ich bin ein Nilpferd und die müssen nicht schlank sein und rumhampeln. Fette Bären hingegen schon!"


Und es folgte wieder ein schnaubendes Gelächter.


„Ich bin nicht fett", sagte ich und versuchte krampfhaft alles einzuziehen was nur geht.


„Nee, ist klar", erwiderte das graue, dicke Ding Abby.

„Bei jedem Zentimeter den du an mir vorbeigehechelt bist hat dein ganzer Körper die Schwerkraft vergessen."

Jetzt reichte es mir echt.

„Ok, werte Dame Abby. Du bist eine Lästertante vom feinsten und ich werde meine Runde von nun an vor freundlicheren Viechern drehen!" Da wurde Abbey auf einmal traurig und sagte: „ Aber dann kommt ja niemand mehr zu mir!"


Bis zum nächsten Mal ihr kleinen und großen Zwerge vom Kuscheluniversum und siehe Abby. Ein bisschen Lästern ist witzig, man darf es aber nicht übertreiben. Und wenn es einen anderen so sehr kränkt, muss man sofort damit aufhören.



 
 
 

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