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Teil 17

  • amichel01
  • 14. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Willkommen im Kuscheluniversum


Audio cover
Teil 17, Willkommen im KuscheluniversumAngela Michel-Stark

Alle setzten sich im Kreis hin, denn wenn Papa-Bär erzählte wurde es immer spannend.


Alle? Natürlich nicht!

Björni hippelte von einem Fuß zum nächsten.

Snake zischelte „Björni, sssssetz dichchch endlichchch auf deinen Bärenpopo!"



Poldi begann zu erzählen: „Unser Zwerg machte einen Schulausflug nach Frankreich mit vielen anderen großen Zwergen. Und Björni, bitte hör einfach nur zu!"


Björni machte den Mund wieder zu, denn er hatte schon tief Luft geholt und wollte schon wieder loslegen mit seiner Fragerei.


„Auch Erwachsene können Schulkinder sein.", wandte sich Poldi an Björni. „Also weiter. Der Bus, du weißt ja jetzt was das ist, wurde von einem einzelnen Menschen gefahren. Also auch von einem großen Zwerg. Das ist im Übrigen immer so! Und nein, unsere Angie kann nicht Bus fahren, nur Auto. Für den Bus zu fahren braucht man besondere Kenntnisse, deswegen muss man dafür auch einen speziellen Führerschein machen. Zurück zum Ausflug! Der Bus, gefüllt mit erwachsenen Schulzwergen fuhr in eine Stadt namens Metz. Dort arbeitete und lebte unser Mobilière-Bär."


Björni konnte nicht anders und unterbrach Poldis Redefluss. „Verstehe ich nicht, ich denke er kommt aus Frankreich? Ist Metz auch ein Nachbarland von Deutschland?"


„Neiiiiiiin!", rief Tom diesmal total genervt und Snake musste schon wieder zischelnd lachen.


„Tom, lass gut sein!", sagte unser geduldiger Papa-Bär.

„Björni, Metz ist eine Stadt in Frankreich. Deutschland hat zwar einige Nachbarländer, die heißen jedoch anders. Aber das ist ein anderes Thema zu dem wir später mal kommen!". Denn er sah, dass Björni schon wieder loslegen wollte. „Metz ist eine schöne Stadt! Besonders der Dom hatte es meiner Zwergin angetan. In Frankreich heißt er Cathédrale Saint Étienne de Metz. Ich habe Fotos gesehen und bevor du weiter fragst, ein Dom ist eine Kirche. Und zwar die Hauptkirche des jeweiligen Bistums. In allen Kirchen kann man zu Gott sprechen und singen."


„Hmm", fragte ich dieses Mal. „Nennt man dann unser Zuhause hier auch Kirche?"


Poldi schaute dieses Mal mich verdattert an. „Wie kommst du denn da drauf?"

Ich antwortete: „Na weil unser Zwerg jeden Abend zu Gott spricht!"

Björni nickte und sagte: „Ja, und wir auch!"


Poldi lachte jetzt wieder: „Eine Kirche ist ein besonderer Ort aber zu Gott kann man überall sprechen. Kann ich jetzt weiter erzählen, ihr zwei naseweisen Bären?"

„Ja, klar!", kam es einstimmig von Björni und mir.

Tom schaute Mobilière-Bär nur zweifelnd an.


„Unser Zwerg und die anderen schauten sich die Stadt an und besuchten dann noch zum Abschluss einen riesigen Laden. Wie gesagt, voll mit Möbeln und kleinen Möbeltestern. Mobilière-Bär wollte immer schon mal Trier sehen und natürlich auch die deutschen Möbel testen und sehen. Deshalb fragte er ob er mitkommen darf. So kam er zu uns. Und ihm hat es so gut gefallen, dass er geblieben ist. Ab und zu besucht er seine Verwandten, denn es ist ja nicht weit. Aber er hat hier sein neues Zuhause gefunden und testet hier alles was ihr sehen könnt. Aber das Wichtigste, er und Tom verstehen sich so gut wie zwei Brüder. Obwohl sie keine echten Brüder sind. Also ihr Beiden, habt ihr alles bis jetzt verstanden und was habt ihr gelernt?"


Ich sagte: „Sehr viel Poldi, Dankeschön."

Björni war da redseliger: „Ich habe gelernt, dass Mobilière-Bär Toms fast Bruder ist, Möbel liebt und Trier. Und, dass Metz die Hauptstadt von Frankreich ist, sowie Trier die Hauptstadt von Deutschland!"


Tom sah mich an und fragte: „Das meint er wohl jetzt nicht im Ernst!?"


Poldi sagte schmunzelnd: „Paris ist die Hauptstadt von Frankreich, Metz ist eine der vielen Städte in Frankreich. Und Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland."


Björni war nun ganz verwirrt. „Und Trier? Von was ist dann Trier die Hauptstadt?"


„Ich gebe es auf für den Moment", sagte Poldi. Denn bei so viel Unwissenheit musste sogar Papa-Bär schlucken.

Snake hatte genug gehört und schlängelte lachend und kopfschüttelnd weg.

Tom und Mobilière-Bär grinsten sich zu.

Ich konnte es mir nicht verkneifen Björni mit seinen eigenen, blöden Reimen aufzuziehen. „Das ist nicht fair! Erklären über Mobilière-Bär ist richtig schwer! Denn Björnis Blödheit ist eine Misère!"


Alle lachten, außer Björni. Denn der verstand mal wieder nur die Hälfte. „Was ist Misère?" Und wir alle lachten nur noch lauter.


Bis zum nächsten Mal ihr kleinen und großen Zwerge vom Kuscheluniversum.

 
 
 

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